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Das Tibetan Children's Village ist 1960 von Ms Tsering Dolma Takla, der älteren Schwester S. H. des Dalai Lama, gegründet worden. Im Mai 1960 kamen ca 50 Tibetische Kinder nach Dharamsala, welche von Eltern der sogenannten "Road Camps" in die Nähe des Dalai Lama geschickt wurden. Die Kinder waren krank und extrem unterernährt. Ms Tsering Dolma Takla hat sich spontan bereit erklärt, sich dieser Kinder anzunehmen. Zu Beginn wurden die Kinder bei Leuten untergebracht, welche zur Gefolgschaft Seiner Heiligkeit gehörten. Auf die Dauer war dies jedoch keine Lösung und die indische Regierung vermietete Ms Tsering Dolma Takla das "Conium House", welches genügend Platz bot um alle Kinder unterzubringen. Zu dieser Zeit wurde das Zenter "Nursery for Tibetan Refugee Children" genannt.

Am Anfang konnte die Kinderkrippe nur einfachste Betreuung anbieten. Sobald die Kinder jedoch im schulpflichtigen Alter waren, schickte man sie in sogenannte "Residential Schools" (Wohnheime), welche die Indische Regierung zur Verfügung stellte. Auch diese Wohnheime waren jedoch sehr rasch überfüllt und es musste dringend eine neue Lösung her. Dank der weisen Voraussicht und dem Mut von Frau Jetsun Pema, der jüngsten Schwester des Dalai Lama und zweiten Direktorin des TCV, entschied man, dass die Kinderkrippe wachsen musste, ungeachtet aller Probleme und Hindernisse.

Ein Reorganisationsplan war zwingend, was erstmals die Suche nach Hilfe von Privapersonen sowie Internationalen Hilfsorganisationen einschloss. Zusätzliche Häuser wurden gebaut und aus der Kinderkrippe entstand ein kleines Dorf mit eigenen Schulen. 1972 registrierte man die Kinderkrippe in aller Form beim "Society Act" unter dem Namen "Tibetan Children's Village" - wodurch das TCV Vollmitglied von SOS Kinderdorf International wurde.

Die Sorge S. H. des Dalai Lama über die enorme Armut und das Nichtvorhandensein jeglicher Ausbildung für Tibetische Kinder im Ladakh wurde immer grösser. Aus dieser Besorgnis heraus wurde 1975 das TCV Ladakh gegründet und fünf Jahre später, das TCV Bylakuppe. Diese beiden Dörfer wurden ebenfalls zu Vollmitgliedern der SOS Kinderdorf International.

Nach Jahren begann sich die politische Situation in Tibet etwas zu ändern. Aufgrund der internationalen Verurteilung China's wegen Missachtung der Menschenrechte, wurde eine Lockerung der Grundsätze Tibet gegenüber zwingend. Den Tibetern war es plötzlich erlaubt, lange verloren geglaubte Verwandte/Bekannte zu besuchen und Beziehungen durch gegenseitige Besuche wieder aufzunehmen. Dies eröffnete den Tibetern eine ganz neue Möglicheit, nämlich die, ihre Kinder über den Himalaya, in die Nähe Seiner Heiligkeit zu schmuggeln oder schmuggeln zu lassen. Diese Tatsache führte dazu, dass tausende von Tibetischen Kindern das TCV in Dharamsala überfüllten. Aus diesem Grund wurde in "Lower Dharamsala" ein neues Wohnheim gegründet. Die Schule dieses neuen Wohnheims schliesst je eine höhere Primar- und Sekundarschule ein und wurde vollum-fänglich durch Tibetische Eltern im Exil finanziert.

Es entstanden mehr und mehr Schulen und Wohnheime um Kindern ein Dach über dem Kopf, Betreuung, Essen und eine Ausbildung zu verschaffen - Tibetischen Kindern - die über den Himalaya flohen - oder im Exil geboren wurden.

Aktuell im Jahre 2007 leben ca 17'000 Kinder jeden Alters in einem der TCV's.